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Innoloft & Euroforum Startup des Monats Juni: Joulia SA

27.05.2021Energie

Eine nachhaltige Dusche? Vielleicht nicht unbedingt das Erste, was man von einem Startup des Monats erwarten würde. Das schweizer Startup Joulia hat aber genau das umgesetzt und ist mehrfach für ihre Lösung ausgezeichnet worden. Wir wollten mehr darüber erfahren, was es mit dem nachhaltigen Duscherlebnis auf sich hat. Dazu haben wir CEO Reto Schmid im Interview getroffen.

Hallo Reto! Schön, dass du dir heute für uns Zeit nimmst. Wie würdest du Joulia in einem Satz pitchen?
Anstelle die wertvolle Wärme des Duschwassers in den Abfluss zu spülen, gewinnen Joulias Duschrinnen diese Energie zurück und sorgen auf einfache Weise für einen nachhaltigen Duschgenuss bei vollem Komfort.

Wie habt ihr das umgesetzt?
Bei Joulia-Inline und Joulia-Twinline wird das frische Kaltwasser in den Wärmetauscher geführt, welcher direkt in der Duschrinne sitzt, und über welchen das warme Duschwasser fließt.

Durch diese simple Umleitung der Kaltwasserleitung kann dort die Energie des abfließenden Duschwassers zurückgewonnen werden, wo sie anfällt. Weder komplexe Bauteile noch eine Steuerung ist notwendig für diese hocheffiziente Art der Wärmerückgewinnung.

Das Kaltwasser erwärmt sich dabei von 10°C auf bis zu 25°C und kommt bereits vorgewärmt an den Duschenmischer. Dort muss folglich weniger Heisswasser zugemischt werden, was viel Energie, CO2 und Geld spart. Durch die hocheffiziente Bauweise kann Joulia-Inline dadurch über 40% und Joulia-Twinline über 60% der sonst verlorenen Wärme zurückgewonnen werden.

Welche Vorteile bietet euer Ansatz außerdem?
Unsere Konstruktion entspricht den strengen Trinkwasser-Richtlinien der KIWA, SVGW, WRAS & DVGW. Dazu ist die Installation simpel und dauerhaft zuverlässig.

Die Duschrinnen brauchen keinen Strom und mit ihrer doppelten Trennung zwischen Frisch- und Abwasser verfügen sie über ein hohes Maß an Sicherheit.

Wir haben mit unseren Produkten über 15 nationale und internationale Preise für die Idee, hohe Effizienz und das einfache Handling bekommen. Eine schöne Anerkennung für unsere Arbeit.

Wie sieht euer Geschäftsmodell dazu aus?
Wir bieten unsere Produkte sowohl Sanitärunternehmen, Großhändler und Wiederverkäufer an. Auch werden unsere Wärmetauscher als OEM-Produkt durch Geschäftspartner vertrieben, wie z.B. in Duschwannen aus Corian. Abhängig vom Vertriebsweg, Stückzahl und Zielmarkt existieren verschiedene Pricing-Strategien. Aktuell sind wir zusammen mit Spezialisten an der Entwicklung von Reinigungsprodukten und Zubehör.

Wo werden eure Duschrinnen eingesetzt? Wer zählt dementsprechend zu eurer Zielgruppe?
Wir sind aktuell je zur Hälfte in der Schweiz wie auch International unterwegs. In der Schweiz vertreiben wir die Produkte direkt an Sanitärinstallateure, an Sanitärgrosshändler wie SABAG, Richner, die Bringhen-Gruppe und HUG-Baustoffe, wie auch projektspezifisch an Generalunternehmen. Unsere Produkte werden sowohl im privaten, öffentlichen und halböffentlichen Bereich eingesetzt. Neben Badumbauten stehen Neubauten im Fokus.

Interessant sind auch Orte, wo viele Menschen auf wenig Duschplätze treffen, seien dies Fitnesscenter, Sportstätten, Turnhallen, Gymnastikräume und Hotels. Vermehrt werden auch Schulanlagen und Mitarbeiterduschen von Unternehmen mit den Joulia-Duschrinnen ausgerüstet.

Der Export wird immer wichtiger. Das stärkste Wachstum hat aktuell die Niederlande, wo ein lokaler Vertriebspartner unsere Produkte vertreibt.

Im Aufbau sind zudem folgende Länder: Belgien, Japan, Färöer Inseln, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Swasiland und Südafrika.

In welcher Phase befindet ihr euch aktuell?
Wir sind aktuell im nationalen und internationalen Wachstum. In den vergangenen Jahren durften wir über 3'500 Bäder mit der WRG ausrüsten und die Tendenz ist stark steigend. Dank einer neuen strategischen Partnerschaft wird nun die Internationalisierung weiter fortgeführt, sowie in die Produkt-Weiterentwicklung investiert.

Neue Märkte bedürfen manchmal einiges an Zeit, da die Trinkwasservorschriften national geregelt sind. Bislang besitzen wir folgende Zertifizierungen: SVGW (CH), KIWA (NL), WRAS (UK) , DVWG (DE). In Bearbeitung sind: Belgaqua (BEL) und Solarimpulse Im Bereich Gebäudelabels können unsere Produkte sowohl an Minergie wie auch den MUKEN angerechnet werden. Zukünftig sollen weitere Labels dazu kommen wie z.B. Passivhaus.

Wir freuen uns auf alle Kunden, die uns beim Ziel des täglichen Energiesparens mithelfen.

Reto, vielen Dank für dieses spannende Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg für die Zukunft. Wer mehr über Joulia erfahren möchte, kann sich auf ihrem Profil in unserem Netzwerk informieren:


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